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Kinder




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"Von der MS sind nicht nur Sie persönlich, sondern auch alle anderen Mitglieder Ihrer Familie betroffen. Die Kinder können ärgerlich reagieren,wenn ein Elternteil nicht mehr so ist wie früher: „Warum spielt Papa nicht mehr mit mir Fußball?" Darum ist die Aufklärung der Familie sehr wichtig. In unserer Familie hat das die Bindung zwischen uns allen sehr verstärkt, und meine Kinder sind fürsorglicher und verantwortungsvoller geworden." Maria, 34, Deutschland

Wünschen Sie sich Kinder? MS hat keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit, und viele Frauen mit MS haben heute ein oder mehrere Kinder.

Wenn Sie schon Kinder haben, muss die MS einer liebevollen Beziehung zu ihnen auf keinen Fall im Wege stehen. Allerdings kann man sich unschwer vorstellen, dass auch Kinder in dieser Situation Zorn, Traurigkeit, Angst und Schuldgefühle empfinden. Zorn, weil sich ein Elternteil verändert und das Kind sich der Veränderung anpassen muss. Traurigkeit ist bei einem Kind oft verbunden mit Gedanken wie: „Ich möchte nicht, dass Menschen, die ich liebe, Schwierigkeiten haben." Sie kann auch damit zusammenhängen, dass ein Elternteil zu Dingen, die bis jetzt im Leben des Kindes selbstverständlich waren, nicht mehr fähig ist. Schuldgefühle nähren sich bei Kindern oft aus der unrealistischen Vorstellung, dass das Kind selbst für die Krankheit des Vaters oder der Mutter verantwortlich sei.

Kleinere Kinder wollen unbedingt genau wissen, ob Vater oder Mutter sterben werden, denn sie haben Angst, verlassen zu werden. Sie fürchten sich davor, mit ihren Problemen allein zu bleiben, oder sie haben Angst, selber auch MS zu bekommen. Die direkten Fragen der Kinder verlangen nach klaren Antworten. Es gibt Broschüren zur MS, die kindgerecht erklären, was die Krankheit von Mutter oder Vater bedeutet. Verheimlichen Sie Ihren Kindern nichts. Sie gedeihen besser in einer Atmosphäre, die Diskussionen und die Beantwortung ihrer Fragen zulässt.

Infolge der veränderten familiären Situation übernehmen die Kinder vielleicht mehr Verantwortung, was nicht schlecht sein muss. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass sie häufiger einkaufen gehen oder den Hund ausführen. Die Folge ist, dass Kinder relativ früh selbständig werden und leichter lernen, Menschen mit einem Handicap zu akzeptieren.

Droht die Situation allerdings sich dahin zu entwickeln, dass die Kinder alle möglichen Aufgaben der Erwachsenen übernehmen, sollten Sie alles tun, um Hilfe von außen zu erhalten. Achten Sie darauf, dass die Kinder noch Kinder bleiben dürfen. Denn dieser Status ist gefährdet, wenn professionelle Hilfe nicht rechtzeitig angefordert wird.



BSMO Redaktion




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