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Cartoon




Phil Hubbe sagt: "Über Behinderte zu lachen, bedeutet, sie wie normale Menschen zu behandeln."

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Der Cartoonist ist seit 1985 von Multipler Sklerose betroffen und sitzt selbst im Rollstuhl. Mit seinen satirischen Kurz-Comics über den Alltag Behinderter will er provozieren und Tabus brechen. Die „Realsatire", die das Leben bietet, die Vorstellungen, die im Allgemeinen mit Behinderung verbunden werden oder der verkrampfte Umgang Nichtbehinderter mit Behinderten liefern ihm dazu reichlich Inspiration.

Hubbe erfand und zeichnete schon zu Schulzeiten kleine Bildergeschichten. Nach einem abgebrochenen Mathematikstudium entschloss er sich, das Hobby zum Beruf zu machen und Grafik zu studieren. Doch die Multiple Sklerose machte ihm vorerst einen Strich durch die Rechnung. Damals herrschte noch die Meinung vor, daß mit MS eine Arbeit als Grafiker keinesfalls möglich sei.

Seine Frau und hinzugezogene Experten bestärkten ihn dennoch weiter in seiner Absicht. Nach der Wende schaffte der Magdeburger den Quereinstieg, verschiedene Tageszeitungen begannen sich für seine zu diesem Zeitpunkt noch politischen Karikaturen zu interessieren.

Zu seinen Behinderten-Cartoons kam Hubbe schließlich durch den Humoristen John Callahan, der - nach einem Motorradunfall querschnittsgelähmt - Witze über seinen Alltag als Behinderter zu schreiben begann. Phil Hubbe, der 2006 den Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe erhielt, freut sich über seinen Erfolg gerade bei Behinderten: „Das ist doch die beste Bestätigung. Da kann mir jeder Besserwisser und selbsternannte Behindertenschützer gestohlen bleiben, der selbst gar keine Behinderung hat".


Cartoons


Bisher erschienen sind „Der Stuhl des Manitou", „Der letzte Mohikaner", „Das Leben des Rainer", Wandkalender und Postkarten.



bsmo - Redaktion




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